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Arterielle Gefäß-Steifigkeitsuntersuchung

Elastizitätsverlust der Arterien (Gefäßsteifigkeit)

Obwohl die Sterblichkeitsrate durch Herzgefäßkrankheiten bereits von der durch  Krebserkrankungen  überholt worden ist, beträgt die Sterblichkeitsrate in der westlichen Welt heutzutage immer noch 45%. Es gibt eine Vielzahl von Risikofaktoren, die zu einem nicht unerheblichen Teil positiv beeinflusst werden können.

Alter, Geschlecht (M>F), genetische Veranlagung, Rauchen, Bewegungsmangel, Bluthochdruck, Übergewicht, Metabolisches Syndrom / Diabetes, Stress, übermäßiger Alkoholkonsum, schlechte Zähne, Umwelteinflüsse, wie zum Beispiel giftige Metalle (Quecksilber, Kadmium), schlechte Ernährung, Blutparameter wie: erhöhter LDL-Cholesterin, niedriger HDL-Cholesterin, erhöhte Triglyzeride, erhöhter Hb1Ac (Langzeitzucker), erhöhtes Lipoprotein (a), erhöhter CRP (Entzündungsmarker), erhöhte Harnsäure, erhöhtes Homocystein, u.v.a.

Alle diese verschiedenen Einflüsse wirken sich negativ  auf die Funktionen der arteriellen Gefäßwand aus. Funktionen der Gefäßwand sind unter anderem die Regulation des Blutdrucks und das Intakthalten des Endothels, das ist die „innere“ Schicht der Gefäßwand. Wenn das Endothel funktionstüchtig bleibt, wird es keinen Funktionsverlust der Arterien geben. Solange kein Funktionsverlust auftritt, wird es nur minimal zur Arteriosklerose (Arterienverkalkung) führen. Das Ausmaß der Atherosklerose korreliert mit der Versteifung der Arterien. Verlust der Elastizität der Arterie ist ein Endprozess resultierend aus vielen Jahren andauerndem und sich langsam steigerndem Funktionsverlust.

Es gibt verschiedene Methoden, die Herzkreislauf-Funktion zu untersuchen. Das EKG zeigt nur Abweichungen vom Sauerstoffgehalt an, wenn es bereits zu einer Verengung von 70% oder mehr gekommen ist. Andere invasive Verfahren wie eine Herzkatheteruntersuchungen zeigen Abweichungen in einem früheren Stadium, aber solche Verfahren werden erst eingesetzt, wenn  bereits ernsthafte Beschwerden aufgetreten sind.

Das AORTOGRAM ist ein Untersuchung der arteriellen Gefäß-Steifigkeit die mit dem Arteriograph® durchgeführt wird. Dies ist eine relativ neue Methode, die so empfindlich ist, dass schon in einem sehr frühen Stadium Anomalien erkannt werden können.

Der Arteriograph kann sowohl den arteriellen Funktionsverlust alsauch die arterieller Gefäß-Versteifung messen.

Funktionsverlust wird in dem Augmentationsindex ( AIX ) ausgedrückt. Die AIX ist ein Maß für den gesamten Widerstand aller Blutgefäße. Gegen diesem Widerstand pumpt das Herz jedesmal  an. Je höher der Widerstand ist, desto kräftiger muss das Herz pumpen. Ein erhöhter Widerstand der Blutgefäße ist ursächlich mit dem Funktionsverlust des Endothels verbunden.

Der Verlust der Elastizität (Gefäß-Steifigkeit) der Arterien wird in der Maßeinheit PWV ausgedrückt: Pulswellengeschwindigkeit oder die Geschwindigkeit, mit dem Puls sich über die Aorta  bewegt. Wenn die Aorta steifer wird, nimmt die Pulsgeschwindigkeit zu. Je höher die PWV, desto größer ist der Elastizitätsverlust der Aorta.

Sowohl Funktionsverlust wie Versteifung werden in vier Kategorien verteilt:

                                 AIX                                    PWV                   
Optimal                     <30%                                 <7,0 m/s

Normal                     -30% bis zu -10%               7,0 m/s bis zu 9,7 m/s

Erhöht                       -10% bis zu + 10%             9,7 m/s bis zu 12,0 m/s

Abnormal                  >10%                                  >12,0 m/s

Der Arteriograph misst auch den zentralen Blutdruck (SPBao). Dieser Druck sagt deutlich mehr aus, als der Blutdruck der am Arm ermittelt wird. Je höher der zentraler Blutdruck, desto größer ist die Belastung für das Herz. Dieses Gerät eignet sich auch bestens, um die Wirkung von blutdrucksenkenden Arzneimitteln zu bewerten.

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Anatomie der Koronararterien